Nicht nur die Preise für Kraftstoff und den gesamten Unterhalt des Fahrzeuges steigen kontinuierlich an, sondern auch die Werkstattkosten. Manch einer versucht da, bei der Wartung für sein Fahrzeug zu sparen und bringt es etwa seltener in die Werkstatt. Nun heißt es aber immer, dass man an der Wartung seines Fahrzeugs keineswegs sparen sollte, wenn man lange daran Freude haben möchte. Trotzdem können es sich viele Menschen heute nicht mehr leisten, sämtliche Wartungen und Reparaturarbeiten von einer Fachwerkstatt ausführen zu lassen.
Viele weichen daher auf freie Werkstätten oder die großen Werkstattketten aus. Grundsätzlich ist das keine schlechte Idee, die Preise sind hier für Reparatur- und Wartungsarbeiten schon einmal ein ganzes Stück niedriger. Wer jedoch richtig Geld sparen möchte, der kümmert sich zumindest um die kleinen Wartungsarbeiten an seinem Fahrzeug selbst. Das ist übrigens gar nicht so schwer, wie man zunächst meinen möchte. Wir haben die wichtigsten Tipps und Tricks zusammengestellt.
Wartungs- & Reparaturarbeiten
Dass man regelmäßig die Beleuchtungseinrichtungen seines Fahrzeuges sowie alle anderen elektrischen Verbraucher kontrollieren sollte, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Auch der Luftdruck der Reifen, das Kühlwasser, das Scheibenwischwasser und das Motoröl sollten nach Möglichkeit bei jedem Tankstellenbesuch schnell mitkontrolliert werden.
Neben diesen Kontrollarbeiten gibt es auch eine ganze Reihe einfacher Wartungs- und Reparaturarbeiten, die man auch ohne KFZ-technische Ausbildung selbst bewerkstelligen kann. So berechnen Werkstätten heute beispielsweise für das einfache Austauschen der Scheibenwischerblätter teilweise horrende Beträge. Dabei ist diese Arbeit unter Umständen in wenigen Minuten erledigt. Zudem steht auf der Verpackung von Scheibenwischerblättern, die es im Handel als Zubehör zu kaufen gibt, meist sehr detailliert, wie man diese einbaut. Gleiches gilt übrigens für den Wechsel von Glühlampen. Man glaubt gar nicht, welche Beträge manche Markenwerkstätten für den Austausch einer Glühbirne eines Kfz-Scheinwerfers beziehungsweise einer Rückleuchte berechnen. Wer die passende Glühbirne im Handel kauft und sich dann selbst an den Austausch macht, kann hier meist einen Großteil der Kosten einsparen.
Fairerweise muss jedoch dazu gesagt werden, dass der Austausch von Glühlampen heute längst nicht mehr in jedem Fahrzeug selbst möglich ist. Wer ein Auto mit Xenon- oder LED-Scheinwerfern bzw. Rücklichtern fährt, wird bei einem Ausfall der Leuchten selbst nichts ausrichten können. Da hier hochkomplexe Teile arbeiten, die teilweise sogar unter Hochspannung gesetzt werden, sollte sich kein Hobbybastler an diese Aufgabe wagen.
Kein großes Problem ist dagegen in den meisten Fällen der Austausch des Luft‑, genauer gesagt des Innenraumfilters. Der Luftfilter sitzt in der Regel in einem separaten Gehäuse im Motorraum direkt über dem Zylinderkopf. Dieses Gehäuse wird größtenteils nur mit Klammern zusammengehalten, die sich sehr leicht lösen lassen. Anschließend muss der alte Filter lediglich herausgenommen und durch den neuen ersetzt werden.
Etwas mehr Fachkenntnis benötigt derjenige, welcher seinen Ölwechsel am Fahrzeug selbst erledigen möchte. Hierzu ist auch etwas Spezialwerkzeug erforderlich, z. B. ein spezieller Schlüssel für das Lösen des Ölfilters. Außerdem sollte eine ausreichend große Auffangwanne zur Verfügung stehen, um das alte Öl ablassen zu können. Wer über dieses Equipment nicht verfügt, sollte den Ölwechsel besser einer Werkstatt überlassen.
Zubehör verbauen & Nachrüstarbeiten
Neben Wartung- und Reparaturen fallen bei vielen Fahrzeugbesitzern auch Arbeiten an, die das Nachrüsten bzw. das Verbauen von Zubehörteilen betreffen, etwa den seit langem begehrten Sternenhimmel nachrüsten oder – ganz praktisch – eine Anhängerkupplung verbauen.
Ob das entsprechende Zubehörteil selbst verbaut werden kann, hängt maßgeblich vom den eigenen Kenntnissen und Fähigkeiten ab. Viele Autobesitzer haben sich in ihrer Zeit als Fahranfänger das Schrauben selbst beigebracht und profitieren auch später noch davon.
Allerdings werden unsere Fahrzeuge auch immer komplexer, was bedingt, dass sich die Möglichkeiten zum Selbstschrauben immer weiter reduzieren. Wer kann schon mit extrem komplexer Motor- und Steuerungselektronik umgehen, ohne Gefahr zu laufen, dass am Ende mehr kaputt ist als funktioniert. Hier helfen dann nur noch die Profis von der Marken- bzw. Fachwerkstatt!